Gesundheitsregion plus Miltenberg Gesundheitsregion plus Miltenberg

Arbeitsgruppe Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung erneut getagt

20.07.2016
Am Mittwoch vergangener Woche tagte zum dritten Mal die Arbeitsgruppe Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung der Gesundheitsregion plus Miltenberg. Auf der Tagesordnung standen das Thema Fachkräftemangel und die Suche nach regionalen Lösungen.

Am Mittwoch vergangener Woche tagte zum dritten Mal die Arbeitsgruppe Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung der Gesundheitsregion plus Miltenberg. Auf der Tagesordnung standen das Thema Fachkräftemangel und die Suche nach regionalen Lösungen. Als Gast konnte die Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus Altmühlfranken, Nina Silbereisen, begrüßt werden. Diese gab den Teilnehmern interessante Einblicke in die vielfältigen Projekte und Veranstaltungen ihrer Gesundheitsregion. Auch dort  stünde u.a. die Gewinnung von Pflegefachkräften im Fokus der Bemühungen. Mit großer Beteiligung der regionalen Akteure habe man ein Pflegeforum für Pflegekräfte geschaffen. Dort würden Austausch und Information zum Beispiel über aktuelle Gesetzesänderungen wie die generalistische Pflegeausbildung oder Vorträge wie beispielsweise über strafrechtlich relevante Themen in der Pflege angeboten. Aber auch interaktive Fortbildungsangebote wie u.a. zur Kommunikation oder zu fachspezifischen Themen seien bereits durchgeführt worden oder in Planung. Hierzu habe man sich bei der freiwilligen Registrierung für beruflich Pflegende, einem Projekt in der Trägerschaft des Deutschen Pflegerates (DPR), angemeldet. Damit könnten Pflegefachkräfte, die Fortbildungen und Veranstaltungen besuchen, Fortbildungspunkte erhalten. Dies sei ein Pendant zum Punktesystem der Ärztekammern und mache Qualität transparenter. Das Pflegeforum arbeite bisher sehr erfolgreich: An vier bisher durchgeführten großen Veranstaltungen hätten jeweils immer 80 bis 95 Pflegekräfte teilgenommen.

Die Arbeitsgruppe diskutierte anschließend über regionale Lösungen in der Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung sowie die Bindung der Mitarbeiter an die Dienste und Einrichtungen vor Ort. Als eine mögliche Lösung wurde dabei die Einbeziehung und vermehrte Beteiligung der Pflegekräfte angesehen. Auch das gemeinsame Auftreten der Pflegeeinrichtungen und Verbände zum Beispiel auf Ausbildungsmessen und -börsen böte mehr Aufmerksamkeit gegenüber anderen Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt, die sich derzeit ebenfalls alle um Fachkräfte bemühten. „Die kleinen Handwerksbetriebe haben die gleichen Probleme. Es geht darum, Allianzen zu bilden und einen festen Ansprechpartner für die Pflege im Landkreis nach außen zu haben“, so die Bemerkung Landrats Scherf hierzu.

Eine Möglichkeit, als Arbeitgeber interessant und attraktiv für derzeitige und zukünftige Mitarbeiter zu sein, ist das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement. Dazu gibt es am 29. Oktober 2016 von 9.30 bis 17.00 Uhr im Bürgerzentrum in Elsenfeld eine Informationsveranstaltung der Gesundheitsregion plus. Pflegeeinrichtungen und -dienste sind dabei ebenso Zielgruppen wie u.a. kleine und mittelständische Unternehmen sowie Verwaltungen.

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