Gesundheitsregion plus Miltenberg Gesundheitsregion plus Miltenberg

Großer Andrang beim Gesundheitstag in Erlenbach

01.10.2017
Strahlend-blauer Himmel und angenehme Temperaturen – Kein Wunder, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Sonntag in Erlenbach die Gelegenheit nutzten, nicht nur den Herbstmarkt, sondern auch den parallel in der Frankenhalle stattfindenden Gesundheitstag des Landkreises Miltenberg zu besuchen.

Landrat Jens Marco Scherf beim Stand der Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige

Dass die Anziehungskraft des Gesundheitstags auch im 26. Jahr nicht nachlässt, wurde schon zu Beginn um 13 Uhr deutlich, als zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Frankenhalle strömten. Das diesjährige Thema „Gesundheit im Alter“ geht schließlich viele Menschen etwas an und so waren die Stände der zahlreichen Kooperationspartner des Landkreises Miltenberg den ganzen Nachmittag über dicht belagert.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des Gesundheitsamts Miltenberg, Dr. Erwin Dittmeier, fasste Landrat Jens Marco Scherf das Ziel des Gesundheitstags zusammen: „Die ältere Generation sollte informiert werden, wie es gelingen kann, auch im Alter noch möglichst lange gesund, fit und selbstständig zu bleiben, und was präventiv, therapeutisch und rehabilitativ dafür getan werden kann.“ Dass das Thema immer wichtiger wird, belegte Scherf mit der demografischen Entwicklung. So hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland in den vergangenen 150 Jahren bei den Männern von ehemals 35 auf aktuell rund 79 Jahre mehr als verdoppelt, bei den Frauen von ehemals 38 auf aktuell rund 83 Jahre.

Ein gesundes Älterwerden in einem selbstbestimmten Lebensumfeld sei eines der vier zentralen Handlungsfelder des Bayerischen Präventionsplans, wusste Scherf. Auch die Gesundheitsregion plus habe im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention „Gesunde Lebenswelten“ als eines der drei wichtigsten Handlungsfelder definiert. Durch präventive, therapeutische und/oder rehabilitative Maßnahmen sei es möglich, viele Erkrankungen zu verhindern, hinauszuzögern oder positiv zu beeinflussen. 

Scherf nannte zehn wichtige Präventions- und Interventionsmöglichkeiten, die jeder ergreifen kann und für die es nie zu spät ist: eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend viel trinken – mindestens zwei Liter pro Tag –, regelmäßige Bewegung, geistige Regsamkeit, Pflege von Freundschaften und sozialen Kontakten, den Erhalt einer positiven Lebenseinstellung, das Meiden von Nikotin und ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, ausreichend Schlaf, rechtzeitiges Einholen von Rat, Hilfe und Unterstützung sowie das Nutzen von Vorsorge-, Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten. Über all diese Dinge könne man sich am Gesundheitstag informieren, warb Scherf für das Nutzen der zahlreichen Angebote. In diesem Zusammenhang dankte er allen Kooperationspartnern des Gesundheitstages, dass sie die Bevölkerung informieren, aber auch dem gesamten Team des Gesundheitsamts für die professionelle und perfekte Planung und Organisation. 
Auch für Werner Hillerich, den stellvertretenden Erlenbacher Bürgermeister, steht fest, dass Prävention, Gesundheitsförderung und medizinische Versorgung besonders im Alter immer wichtiger werden. Das habe man in Erlenbach vielfältig erlebt, wies er beispielhaft auf den Übergang des ehemaligen Kreiskrankenhauses zu privaten Trägern hin. Er sei auch guter Dinge, dass das neue Ärztezentrum in der Stadt bald realisiert wird und der Spatenstich möglicherweise noch in diesem Jahr erfolgen kann. Das Thema „Gesundheit im Alter“ sei in Erlenbach auch deshalb relevant, da es in der Stadt unter anderem mehrere Einrichtungen gibt, in denen ältere Menschen gepflegt werden, sagte Hillerich, ehe er sich mit Landrat Jens Marco Scherf und Gesundheitsamtsleiter Dr. Dittmeier auf einen Rundgang begab. 

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier vom Streichquartett der Musikschule Erlenbach. 

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten am Sonntag die Gelegenheit, sich beim Gesundheitstag über viele Aspekte des Themas „Gesundheit im Alter“ zu informieren

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