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Sorgen bleiben, aber man hat auch schon viel erreicht

27.09.2017 6. Sitzung des Gesundheitsforums zog Bilanz der Arbeit des letzten halben Jahres

Miltenberg. Vieles bleibt zu noch zu tun, manchmal ist es „ein Bohren dicker Bretter", aber viel hat man in den letzten sechs Monaten auch schon erreicht – die gut 30 Teilnehmer an der 6.Sitzung des Gesundheitsforums im großen Sitzungssaal des Landratsamtes konnten dem Fazit von Landrat Jens Marco Scherf voll und ganz zustimmen. Von einer „Erfolgsgeschichte" ist denn auch in der Bilanz die Rede, die Lena Ullrich, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, am Mittwochabend vorstellte. Tatsächlich finden sich in der chronologischen Auflistung, seit Ullrich am 1.April ihren Dienst als Nachfolgerin von Judith Seidel an-getreten hat, Entscheidungen, die zur Weiterentwicklung der Gesundheitsregion beigetragen haben und auch in Zukunft beitragen werden. Die Gründung eines Pflegeverbundes mit 21Akteuren im „Pflegenetz" ist sicher so ein „Meilenstein" auf dem Weg, wie sich erst vor wenigen Tagen beim höchst erfolgreichen 1.Pfle-getalk in Kleinwallstadt zeigte.

Die fast explosionsartig steigenden Besucherzahlen auf der neu gestalteten Website der Gesundheitsregion plus (www.gesundheitsregion-plus-miltenberg.de) beweisen, dass man damit viel Aufmerksamkeit gewonnen und eine attraktive Informationsplattform rund um die Gesundheit eingerichtet hat. Mit spürbarem Stolz

konnte Frau Ullrich von Usern aus aller Welt berichten, sogar mehr als 200 Nutzer aus den USA loggten sich in den letzten Monaten auf der Seite ein.

Die viel beachtete Wanderausstellung zum Thema „Leben mit Demenz" im Landratsamt, die Präventionskampagne „Sonne(n) mit Verstand", eine Aktion zur Verbesserung der Betrieblichen Gesundheitsförderung und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in kleinen und mittelständischen Betrieben und in Hand-werksbetrieben wird intensiv diskutiert und vorbereitet und erst vor wenigen Tagen war die Vorstellung des neugegründeten Pflegenetzes auf der Michaelismesse ein voller Erfolg – so wie gesamte Öffentlichkeitsarbeit.

Dass es neben diesen positiven Aspekten auch viele offene Fragen und Probleme gibt, wurde am Mittwoch allerdings ebenfalls offen angesprochen.

Dr. Bernhard Decke aus Erlenbach, der sich seit langem für die sichere ärztliche Versorgung im Landkreis stark macht, sieht mit Sorge, dass im letzten Jahr neun Hausärzte – aus Altersgründen, wegen Krankheit o-der Tod oder wegen Wegzug - nicht mehr im Landkreis praktizieren und dass diese Lücken bisher nicht geschlossen werden konnten. Wieweit da das Werben um junge Ärzte mit dem neuen Weiterbildungsverbund, wie weit die Information und das Werben an Universitäten und an Schulen hilfreich sein kann und ob das das geplante Projekt der MainDoc GmbH zur digitalen Vernetzung von Arztpraxen und weiteren Gesundheitsdienstleistern im Landkreis gelingt, ist noch offen, liefert jedenfalls keine kurzfristigen Lösung. Die konnten auch die beiden Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) im Gesundheitsforum nicht versprechen, auch wenn sie betonten, dass die KVB das Problem erfasst habe und nach Lösungsansätzen suche. Kritik an der KVB kam bei einem weiteren aktuellen Thema auf: der Zahl der Kinderärzte im Landkreis. „Als es bei uns acht Kinderärzte gab, hatten die schon genug zu tun und waren ausgelastet", hieß es in der Diskussion und niemand, der sich zu Wort meldete, wollte akzeptieren, dass die KVB die aktuell 6,5 Kinderarztstellen nicht aufstocken kann oder will. „Bei uns wurden schon Eltern mit ihren Kindern in Praxen abgewiesen", klagte auch Landrat Scherf.

Bei aller Kritik gab es am Ende großes Lob für die Arbeit der zahlreichen Akteure, die schon seit drei Jahren die Gesundheitsregion plus Miltenberg unter dem Strich zu einem Erfolgsmodell werden lassen, und so war es auch nur folgerichtig, dass der Umsetzungsplan für das vierte Projektjahr 2018 einstimmig genehmigt wurde. HL

Kategorien: Presseartikel, Aktuelle Infos Gesundheitsregion plus

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