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Gesundheit im Betrieb

Betriebliche Gesundheit im Landkreis Miltenberg weiter vorantreiben

Die Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention begreift den BGM-Infotag vom 29. Oktober 2016 als Auftakt, um das Thema Betriebliche Gesundheit 2017 weiter im Landkreis in den Fokus zu rücken. Das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement soll klein- und mittelständischen Unternehmen, Verwaltungen und Einrichtungen des Bildungs- Sozial- und Gesundheitswesen erreichen und der Diskussionsprozess darüber weiter vorangetrieben werden. 

Infotag der Gesundheitsregionplus zur betrieblichen Gesundheit 

Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Gesunde Unternehmen?! - der erste Infotag der Gesundheitsregionplus war ein voller Erfolg. Nach der Eröffnung durch Landrat Jens Marco Scherf, folgte ein Dreiklang aus Vorträgen, Infoständen und Workshops. Interessierte bekamen Informationen zur Gesundheit im Betrieb, Tipps und Tricks zur Umsetzung und Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie die Themen Führungsverhalten, Humor, Kommunikation und Resilienz beleuchtet.

Frau Patricia Appel, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, moderierte mit viel Witz und Charme die Tagesveranstaltung sowie die Podiumsdiskussion.

Die Vorträge und Workshops waren gut besucht und dennoch ein intensiverer Austausch möglich. An den 15 Infoständen konnten wesentliche Kontakte - für Mitarbeiter wie auch für Firmenchefs - geknüpft werden. Die Quintessenz des Tages war, dass die Unternehmenskultur und der Umgang miteinander wesentlich dazu beitragen, dass Menschen langfristig gesund und motiviert sind und somit unmittelbar zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Dafür verantwortlich sind beide Seiten, Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber gleichermaßen.

Wenn ein Unternehmen Werte wie Vertrauen, Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Wertschätzung und Transparenz lebt, so Prof. Dr. Stephan Gronwald von der TH Deggendorf, dann leistet es die beste Prävention und sorgt somit für vitale, motivierte Mitarbeitende sowie für gute Arbeitsergebnisse. Man müsse Gesundheit und Krankheit heute auch anders betrachten: Oft verbirgt sich mehr hinter den medizinischen Diagnosen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Als Beispiele nannte der Wissenschaftler Schlaflosigkeit und psychische Belastung. Prof. Gronwald machte deutlich, dass Arbeitstätigkeit an sich eine gute Prävention darstellt. Aber er ging auch auf die zunehmenden Belastungen durch Arbeitsverdichtung, schnellere Kommunikationswege und ständige Erreichbarkeit ein. Das Erkennen von Bedürfnissen der Mitarbeitenden stellt einen wesentlichen Pfeiler für die Gesundherhaltung dar. Dazu gehöre auch, dass Führungskräfte das Potential ihrer Mitarbeiter erkennen und nutzen.

Felix Gaudo beleuchtete das Thema Humor und welche Kraft darin liegt, mit einer gewissen Gelassenheit und einem Funken Humor an den Arbeitsalltag heranzugehen. Patricia Appel, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, ging in ihrem Vortrag auf das Thema Resilienz (Widerstandsfähigkeit) ein. Hierzu zeigte Frau Appel auch einige praktische Übungen (siehe Bild unten).

Die sechs Workshops erarbeiteten konkrete Schritte zur weiteren Umsetzung: Matthias Spielmann bot Life Kinetik an, Prof. Dr. Stephan Gronwald befasste sich mit „Führung heute – Aufgabe, Rolle, Haltung, Kommunikation“, Beatrice Brenner moderierte „Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen – Anlass, Ideen, Umsetzung, Ergebnisse“ in Kooperation mit den beiden Firmen Möbel Kempf GmbH und Brainlight GmbH. Zwei Mitarbeiter der B.A.D. GmbH aus Wiesbaden befassten sich mit „Die Sitzenden von heute sind die Kranken von morgen - Welches Potenzial bergen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung?“, Isabella Hauser (bbw Aschaffenburg) und Karin Passow (Firma Scheurich) hatten sich das Thema „Praxisleitfaden für die Implementierung und Durchführung von betrieblichem Gesundheitsmanagement und betriebliches Eingliederungsmanagement in Unternehmen - Psychische Gefährdungsbeurteilung als Analyse-Instrument für die betriebliche Praxis“ und Uwe Eisner (Unternehmer und Physiotherapeut) stellte in seiner Gruppe die Frage „Lohnt sich betriebliches Gesundheitsmanagement? – Kosten / Nutzenrechnung aus Unternehmenssicht“.

In einer einstündigen Podiumsdiskussion diskutierten Professor Dr. Stephan Gronwald, Björn Wortmann (DGB), Betriebsmediziner Dr. Axel W. Schmid, Gabriele Schmidt (Personalratsvorsitzende im Landratsamt) und Volker Mayer (Obermeister Bäckerinnung) über die Chancen und Grenzen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Der Tenor: Die Beschäftigten müssen zum einen selbst auf ihre Gesundheit achten, der Betrieb sollte sie dabei unterstützen. Wenn dies gelinge, profitierten Mitarbeiter und Betrieb.

Presseberichte finden Sie hier und im Artikel des Main Echo sowie im Mitschnitt des BR:

Mitschnitt Bayern1

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