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Hausärztenachwuchs

Verstärkung der Aktivitäten zur Hausärztegewinnung im Landkreis Miltenberg

Infoveranstaltung für die Politik des Landkreises

Am 27. Oktober 2016 veranstaltete die Gesundheitsregionplus Miltenberg in Kooperation mit dem Kommunalbüro für ärztliche Versorgung am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Infoveranstaltung zum Thema hausärztliche Versorgung im Landkreis Miltenberg. 

Zahlreiche Bürgermeister und Kreisräte folgten der Einladung. Landrat Jens Marco Scherf moderierte die Veranstaltung.

Nach einem kurzen Bericht zu den aktuellen Erfolgen und Projekten der Gesundheitsregionplus durch die Geschäftsstellenleiterin Judith Seidel, referierte Medizinaloberrat Gunnar Geuter vom Kommunalbüro für ärztliche Versorgung.

Der Referent stellte heraus, dass für die Bedarfsplanung grundsätzlich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) als Selbstverwaltungsorgan zuständig sei, dass aber Kommunen und Gemeinden durchaus einiges zur Erhaltung der Gesundheitsversorgung und vor allem zur Nachwuchsgewinnung vor Ort beitragen könnten. Anhand von aktuellen Zahlen des Versorgungsatlas der KVB erläuterte der Gesundheitsexperte wie die Ärzteverteilung im Landkreis derzeit ist. Hierbei wurde deutlich, dass vor allem bei den Hausärzten in den nächsten Jahren altersbedingt Veränderungen anstehen. Geuter ging dabei auch darauf ein, dass die klassische Hausarztpraxis ein Auslaufmodell sei und dass Zentralisierung von Gesundheitsversorgung nicht gleichzusetzen ist mit schlechterer Versorgung: "Der bundesweite Trend geht zu größeren Praxen. Es wird zukünftig nicht in jedem Ort mehr einen Hausarzt geben." Hier sei viel Kommunikation und Aufklärung nötig. Die nachkommende Generation der Mediziner sei vor allem weiblich (70% der Niederlassungen im allgemeinärztlichen Bereich seien Frauen) aber auch die Männer haben ein anderes Verständnis von Lebensgestaltung im Sinne von Vereinbarkeit von Familie / Beruf und Freizeit, als die Ärztegeneration davor.

Diesen neuen Anforderungen müsste man jetzt begegnen, wenn man junge und dynamische Fachkräfte in der Region halten oder zum Zuzug bewegen möchte. Landkreise und Kommunen haben hier viele Handlungsmöglichkeiten, das Bewusstsein sollte sich dahingehend bei Politik und Bürgern verstärken, rät der Gesundheitswissenschaftler. Geuter macht es an einem konkreten Beispiel fest: "In der Regel kommt eine Ärztin / ein Arzt nicht alleine, sondern mit Familie, auch der Partner hat ein Wörtchen mitzureden und muss dann einen Job finden - bei der sog. Dual Career könnten Kommunen ansetzen. Aber auch Mentoring- und Coachingprogramme für Studierende oder Ärzte in Weiterbildung sind Möglichkeiten. Gunnar Geuter lobte in diesem Zusammenhang die Gründung des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin, welcher im September 2016 im Landkreis Miltenberg gegründet wurde.

Am Rande ging er auch auf die Thematik der Professionalisierung anderer Gesundheitsprofessionen ein und stellte heraus, dass diese stärker in den Fokus rücken müssten.

Pressemeldungen des Landratsamtes und des Main Echo zur Veranstaltung.

Derzeit werden zudem landkreisweite Konzepte und einzelne Aktivitäten auf dem Gebiet der hausärztlichen Versorgung entwickelt. Nähere Informationen diesbezüglich folgen in Kürze auf dieser Seite. 

Kontakt

Landratsamt Miltenberg - Gesundheitsregion plus
Brückenstraße 2
63897 Miltenberg
Telefon: 09371 501-554

 

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